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Unser Leitfaden zur Pferdehaltung

Einleitung

Pferde sind wundervolle Wesen, die es verdienen, dass man alles tut, um sie gesund und glücklich zu erhalten. Unser Ziel auf www.omnicaro.de ist es, möglichst vielen Pferdebesitzern das dazu nötige Grundwissen zu vermitteln und vielleicht auch den einen oder anderen zum Umdenken zu bewegen.

Neben Grundwissen zum Thema Barhuf geht es uns um eine natürliche Pferdehaltung, Ernährung, Training und natürliche Heilweisen, aber auch um die geistige Haltung gegenüber Pferden.

Wünsche und Bedürfnisse der Pferde

Die Natur des Pferdes

Pferde möchten:

  • nette Gesellschaft
  • Tag und Nacht die Möglichkeit, sich zu bewegen
  • 24 h Raufutter zur Verfügung
  • genügend Schutz-und Liegeplätze für alle
  • klare, verständnisvolle Kommunikation mit dem Menschen

Vergleich Wildpferd - Hauspferd

Der Lebensraum von Wildpferden

Wildpferde haben:

  • die Möglichkeit, sich ihre Gesellschaft auszusuchen
  • immer genug Raum, sich zu bewegen
  • immer vielseitiges Raufutter zur Verfügung
  • immer genug Platz für alle
  • eine klare Kommunikation mit den Herdenmitgliedern

Das Hauspferd hat häufig:

  • Einsamkeit in Einzelhaltung
  • Bewegungsmangel durch Boxenhaltung, auch mit Paddock
  • mehrstündige Hungerphasen
  • Stress durch andere Pferde in schlecht geplanter Herdenhaltung
  • Stress durch unklare Kommunikation mit dem Menschen

Was möchte dein Pferd?

Wie lebt dein Pferd?

Kannst du etwas noch besser machen?

Haltungsformen

Die optimale und zeitgemäße Haltungsform ist das Paddock Trail Prinzip (ausführliche Informationen auf paddock-trail.de). Hier bewegen sich die Pferde auf einem Rundgang (dem Trail) und können so praktisch endlos laufen. Auf dem Trail befinden sich eine Wasserstelle, ausreichend viele Futterplätze, Ruheplätze, breitere Stellen zum Spielen, Unterstellmöglichkeiten, verschiedene Böden. Stattet man Pferde in einem Paddock Trail mit einem GPS-Tracker aus, wird klar, dass sie locker 10 km und mehr in 24 h laufen. Das ist artgerecht! Artgerecht gehaltene Pferde sind entspannter und gesünder, einfach angenehmere Reitpferde.

Herkömmliche und, wie wir meinen, veraltete Haltungssysteme schaffen es meist nicht einmal einen Kilometer zu erreichen.

Jede Bemühung ist positiv, von der absoluten Boxenhaltung (nicht artgemäß) weg zu mehr Freiheit, Bewegung, mehr Sozialkontakten, mehr Erleben von Wind und Wetter, mehr Tageslicht, mehr Spaß (!) zu kommen.

Natürlich müssen die Pferde in einem Trail zueinander passen. Kein Pferd darf Stress haben oder gesundheitlich beeinträchtigt werden. Das kann z. B. passieren, wenn ein großer hengstiger Wallach dauernd eine zierliche kleine Stute in der Herde decken will. In dem Fall wäre es besser, einen zweiten Paddock einzurichten, die beiden zu trennen und noch eine zweite Kleinstherde aufzubauen. Auch wenn im zweiten Paddock dann weniger Bewegung wäre ist dies für die Stute die bessere Lösung (oder eben den Wallach in die Kleinstherde).

Nicht immer lassen Platzverhältnisse und bauliche Gegebenheiten einen Paddock Trail zu. Hier ist ein Überblick über alle weiteren in Deutschland gängigen Haltungsformen.

Boxenhaltung

Da die dauerhafte Anbindehaltung (Ständerhaltung) von Pferden Tierschutz widrig ist, beginnen wir mit der Boxenhaltung. Je weniger Stunden das Pferd in der Box und je mehr es draußen verbringt, desto besser ist die Haltung zu beurteilen. Kommen die Pferde z. B. im Winter morgens um 9.00 Uhr aus der Box und um 16.00 Uhr wieder hinein bleiben dann noch 17 Stunden von 24 in der Box. Und das für ein Lebewesen, dass nachts fast genauso aktiv wie tagsüber ist. Trotzdem ist das natürlich sehr viel besser, als gar nicht oder nur 1 Stunde täglich aus der Box zu kommen.

Haltung in Box mit Paddock

Hier hat das Pferd minimal mehr Bewegung. Welche Strecke wohl ein GPS-Tracker in dieser Haltung zeigen würde? Aber es hat mehr Abwechslung, bessere Luft, mehr Sonne und mit etwas Glück teilt es den Paddock mit einem netten Artgenossen. Wichtig ist, dass der Paddock nachts auch offen ist, was nicht in jedem Stall so gehandhabt wird. Zusätzlich ist regelmäßiger ausreichend langer Weidegang in Gesellschaft angebracht.

Haltung im Offenstall

Schon Ursula Bruns warb in den 80-er Jahren dafür, Pferde frei zusammen in der Herde zu halten und aus ihrer „Boxenhaft“ zu befreien.[Quelle] Eine sinnvolle, gesunde und wirtschaftliche Haltungsform, die ihre Krönung im Paddock Trail findet.[Quelle] Je abwechslungsreicher ein Offenstall gestaltet ist, desto besser ist er zu bewerten. Wichtig: es müssen genug Fress-/ Schutz-/ Liegeplätze für alle vorhanden sein. Pferde, die sich nicht mögen, müssen sich aus dem Weg gehen können und jeder muss unbehelligt die Tränke erreichen können. Raufutter sollte rund um die Uhr angeboten werden, damit keine Aggressionen aus Hunger entstehen. Genauso wie im anfangs schon besprochenen Paddock Trail ist es manchmal schwierig, den Futterbedürfnissen aller Pferde gerecht zu werden. Manche werden zu dick, manche zu dünn sein und es bedarf oft individueller Lösungen.[Quelle] Auch die Haltung sehr temperamentvoller, junger und älterer, evtl. kranker Pferde zusammen kann problematisch und manchmal unmöglich sein.

Ein trittfester, leicht zu reinigender Boden ist wichtig und kann manchmal hohe Kosten in seiner Herstellung verursachen.

Weidehaltung mit Schutzhütte

Eine ganzjährige Weidehaltung mit windgeschütztem Unterstand sieht unkompliziert aus, ist es aber nicht. Die Hütte ist für mehrere Pferde nicht immer zugänglich, wenn sich ein ranghohes in die Mitte des Eingangs stellt und kein anderes herein lässt. Auch auf der Weide müssen stark frequentierte Bereiche befestigt werden, wie z. B. der Boden im Unterstand und direkt davor. Durch den ganzjährigen Trittschaden werden bestimmte Pflanzen langfristig nicht mehr oder langsamer wachsen bzw. unter Stress stehen und so viel für Pferde schädliches Fruktan produzieren. Auf solchen Weiden ist oft auch die Belastung durch Parasiten (Würmer) sehr hoch.

  1. Over U.: Rebellin und Reformerin. PferdeWoche (2015) Nr. 09/2015.
  2. Weber J. et al.: Paddock Trail. Anleitung zu naturnaher und gesunder Pferdehaltung. Magdeburg: VerlagsKG Wolf, 2013.
  3. Romanazzi T.: Heufütterung im Offenstall. Großröhrsdorf: Sudden Inspiration Verlag e.K., 2016.

Ernährung

Artgerechte Ernährung hält gesund und macht auch oft gesund.

Was ist damit gemeint? Pferde in der Natur haben rund um die Uhr Futter und sie fressen auch wirklich mindestens 16 Stunden von 24. Nicht am Stück, sondern immer mit kleinen Pausen, in denen sie schlafen, spielen etc. Die Nahrungsvielfalt in der Natur ist groß, das heutige Heu besteht meist aus zu wenig verschiedenen Pflanzen. Außerdem fressen Pferde auch Laub, Zweige, Rinde, Beeren oder Wildkräuter, von denen viele auch eine Heilwirkung haben.[Quelle] Und wenn diese Pflanzen Bewohner wie z. B. Blattläuse haben werden diese logischerweise mit gefressen, was eine hochwertige Eiweißquelle ist. In der Natur ist der Zugang zu Raufutter zeitlich unbegrenzt. Das Verdauungssystem des Pferdes kann sich nicht an regelmäßige Hungerphasen anpassen, die in vielen Ställen üblich sind. Probleme machen auch große Kraftfutterportionen, auch an sie kann sich das Pferd schlecht anpassen. Hungerphasen, Stress, sowie große Kraftfuttermengen verursachen häufig Magengeschwüre!

Fazit: ein Pferd braucht vor allem rund um die Uhr Raufutter und eine große Pflanzenvielfalt, die den Bedarf an Nährstoffen deckt. Hungerphasen und große Kraftfuttermengen sind schädlich.

  1. Vanselow R.: Pferdeweide-Weidelandschaft. Kulturgeschichtliche, ökologische und tiermedizinische Zusammenhänge. Magdeburg: VerlagsKG Wolf, 2005

Fütterungstechnik

Gehen wir von der optimalen Haltungsform, der Herdenhaltung im Paddock Trail aus. Auf dem Urbanhof gibt es z. B. sechs Futterstellen für neun Pferde und drei Shetlandponys in der großen Herde. Das ist wenig, aber vier Futterstellen sind von allen Seiten zugänglich. Das nutzen die Pferde gerne, da bestimmte Gruppen am liebsten alles gemeinsam unternehmen und gerne rund um ein Netz zusammenstehen. So ist es für diese Herde okay, für eine andere können aber auch sehr viel mehr Futterstellen notwendig sein! Die Futterstellen bestehen aus großen Netzen, welche sackförmig vom Heuboden herunter hängen und von oben befüllt werden. Sehr praktisch! Ist immer Heu bzw. Stroh in den Netzen, ist die Herde entspannt. Passt man nicht auf und lässt mehrere Netze immer ganz leer fressen entsteht in wenigen Tagen Unruhe und eine gereizte Stimmung. Was wir natürlich nicht immer wieder neu ausprobieren!

Wichtig ist die zur Heustruktur passende Maschenweite der Netze. Meistens sind langfristig 4cm weite Maschen sinnvoll. Kommt darauf an, ob die Pferde eher gute oder schlechte Futterverwerter sind und ob das Heu lang oder kurz geschnitten wurde.

Für ein möglichst optimales Nahrungsangebot gibt es einmal täglich Zusatzfutter: verschiedene Kräuter u. a. werden in eingeweichte Luzerne- oder Grascobs gemischt und in Eimern angeboten. Jedes Pferd wird immer an einer bestimmten Stelle gefüttert und an manchen Teilen des Trails werden Trennschnüre eingezogen. Während die Pferde fressen misten wir und können so alle im Überblick behalten, damit keines vom anderen Futter klauen kann. So sind in 10 Minuten alle Pferde mit ihren Futtereimern versorgt und können in Ruhe fressen.

Gesundheit

Da sehen wir zwei Aspekte: einerseits die Prävention, also Vermeidung von Krankheit und andererseits die Heilung von schon vorhandener Krankheit. In beiden Bereichen spielen Haltung und Ernährung eine große Rolle. Auch wenn man sich zuerst vielleicht nicht vorstellen kann, was nun die Ernährung mit z. B. Strahlfäule oder einer verbreiterten weißen Linie zu tun haben soll?[Quelle] Ein dritter wichtiger Aspekt ist das Training, womit wir alles, was mit einem Pferd gemacht wird meinen. Es kann ganz klar krank machen, gesund erhalten oder sogar gesund machen!

Prävention

Vermeide in der Pferdehaltung:

  • kein Zugang zu Raufutter rund um die Uhr
  • große Kraftfutterportionen
  • hohe Zucker-und Stärkemengen (auch Heu kann viel Zucker enthalten)
  • Bewegungsmangel tagsüber und auch nachts!
  • zu wenig Vielfalt in der Ernährung
  • Salzmangel
  • Mineralstoff- und Spurenelementmangel
  • Stress in der Herde, Einzelhaltung ist sowieso Stress für das Herdentier Pferd

Vermeide im Training:

  • Training ohne Spaß für Pferd und Mensch
  • Training ohne dem Pferd als erstes Gleichgewicht beigebracht zu haben
  • Hilfszügel, unpassende Ausrüstung
  • Training eines Pferdes, das gar nicht in der Lage ist, die Anforderungen zu erfüllen (vielleicht weil es körperliche Blockaden, Muskelverspannungen, mentale/emotionale Blockaden hat, die Hufe nicht in Ordnung sind, etc.)
  1. Ramey P. et al.: Care and rehabilitation of the Equine Foot. 1. Auflage. Hoof Rehabilitation Publishing, 2007.

Heilung

Alles oben genannte zur Prävention sollte Grundlage für jede Art der Heilung sein. Was ist eigentlich Heilung? Das ist natürlich Definitionssache. Für uns bedeutet es, ein Lebewesen in Körper, Geist und Seele so gesund wie möglich zu machen.

Hilfreiches auf dem Weg zur Heilung: Unsere Ideen zu diesem Thema verstehen sich selbstverständlich nur als Ergänzung zum Rat eines Fachmanns/einer Fachfrau!

Phytotherapie – die Kräuterheilkunde

Mit sich abwechselnden Kräutermischungen kann man Organe positiv beeinflussen, zur Selbstheilung anregen und aktiv unterstützen. So gilt z. B. die Goldrute in der Literatur als stärkend für die Nieren. In einer ausgewogenen Mischung ist ihre Wirkung aber noch viel effektiver. Auf dem Urbanhof füttern wir fast das ganze Jahr durch verschiedene Kräutermischungen im Wechsel für das Herz-Kreislaufsystem, die Leber, die Nieren, Magen- und Darm, Immunsystem etc. weil sich unsere Hauspferde ja nicht die Pflanzen suchen können, die sie in der Natur vielleicht zur Verfügung hätten.

Leber-und Nierenmischungen wie Heparlind und Rhenalind können z. B. auch unterstützend bei der Behandlung von Hufrehe eingesetzt werden. Auch bei Ekzemen könnten diese Kräutermischungen zusammen mit Heilmoor die Situation evtl. verbessern.

Die Herz-Kreislauf Mischung kann sehr wohltuend für ältere oder Hitzeempfindliche Pferde sein.

Pferde mit Magen-und Darmgeschwüren können von der Heilkraft des Süßholzwurzeltees zusammen mit Magen und Darm beruhigenden Kräutern wie Anis, Kümme und Fenchel profitieren.

Und dies sind nur einige wenige Beispiele für unzählige Anwendungsmöglichkeiten…

Heilmoor – ein Schritt in Richtung Gesundheit

Die heilende Wirkung von Moor war schon im alten Ägypten bekannt. Heute weiß man allerdings nicht nur, dass es heilsam wirkt, sondern auch, warum es das tut, nämlich durch den enthaltenen hohen Anteil an Huminsäuren, welchen auch fungizide, antivirale und antibakterielle Wirkungen zugeschrieben werden. So wurden früher auch im Krieg infizierte Wunden mit Torfpackungen behandelt.

Huminsäuren sind natürliche Stoffe im Boden, die durch Abbau von Pflanzenmaterial sowie Metabolismus von Mikroorganismen entstehen.

Grundsätzlich wird den Huminsäuren in der Literatur auch eine möglicherweise entzündungshemmende Wirkung auch bei nicht infektiösen Prozessen zugeschrieben, wie z. B. bei endogenen Ekzemen, Magengeschwüren und sogar bestimmten Tumoren.

Der Effekt im Darm

Huminsäuren bilden eine Schutzschicht auf der Schleimhaut von Magen und Darm, welche beruhigend auf einen gereizten Magen oder Darm wirken könnte. Eine sehr interessante Wirkung gibt es speziell auf die Magenschleimhaut: Über- und Unterproduktion von Magensäure könnte sich regulieren.

Entgiftung

Huminsäuren können eine entgiftende Wirkung gegen verschiedene Zelltoxine, Mykotoxine und toxische Schwermetalle haben. Eine mögliche Aufnahme der Toxine ist abhängig von der Dosis, der Zeit und von den chemischen Adsorptionsumständen des Magen- und Darmtraktes.[Quelle][Quelle][Quelle]

Silberkolloid

Kolloidales Silber oder Silberkolloid wurde, bevor die Antibiotika erfunden wurden, zur Behandlung aller Art von Infektionen benutzt. Damals war die Herstellung aber noch sehr aufwendig und teuer, weshalb die Nutzung nur besser verdienenden vorbehalten war. Seit vielen Jahren wenden wir Silberkolloid auf dem Urbanhof sehr erfolgreich bei Mensch und Tier bei jeder Art von Entzündung an. Mit einem Generator, Silberstäben und medizinisch destilliertem Wasser stellen wir es in ca. 45 min selber her. Es ist aber auch in Apotheken und im Internet erhältlich.

Beispiel für eine Anwendung beim Pferd: vier Tage lang werden täglich je 50 ml in einer Einmalspritze ins Maul gegeben. Erste positive Reaktionen kann man meist schon wenige Stunden nach der ersten Gabe sehen.

Schüsslersalze

Biochemisch aufbereitete Mineralstoffe nach Dr. Schüssler werden heute schon von vielen Menschen angewendet und sind auch für Pferde sehr hilfreich und außerdem kostengünstig. Wer sich dafür interessiert wird in den Büchern von Vistara Haiduk (z. B. „Gesund durch Schüsslersalze“) viele Informationen finden, die sich leicht auf das Pferd übertragen lassen. Die Anwendung der 12 Originalsalze ist vollkommen ungefährlich und man kann sich leicht in das Thema einarbeiten. Beim Pferd sind allerdings andere Dosierungen notwendig, ein Eßlöffel pro Tag von einem Schüsslersalz sind in einer akuten Phase keine Seltenheit. Wir mischen immer alle notwendigen Schüsslersalze für das jeweilige Pferd in ein Schraubglas mit Wasser und stellen dieses in die Sattelkammer. Jeder, der in den Stall geht, gibt dem Pferd dann eine Einmalspritze aus dem Glas und so bekommt es mehrmals täglich kleine Gaben.

Anwendungsbeispiele: Infektionen, Augenentzündungen, Verletzungen, Zerrungen, Muskelrisse, Hautprobleme, Leberprobleme, Nierenprobleme….

Homöopathie

Im Gegensatz zu Schüsslersalzen ist dieses Thema wesentlich komplexer und mit weit über 2000 bekannten Homöopathika auch nicht so leicht zu überschauen. Die Homöopathie ist eine sehr kraftvolle Therapie und wir wenden sie seit 20 Jahren erfolgreich an und lernen immer wieder neues dazu. Langfristig möchten wir hier auf www.omnicaro.de eine Liste von Therapeuten anlegen, welche uns empfohlen wurden. Soweit sind wir aber leider noch nicht!

Systemaufstellungen für Tiere

Dieses Thema ist nicht einfach zu erklären, weshalb wir da am besten auf unsere-naturheilpraxis.de verweisen. Bei Therapieresistenz ist das oft die letzte und einzige Möglichkeit, in die Heilung zu kommen. Ganz gleich, um welches gesundheitliches Problem es sich handelt. So hatte Cora, unsere schon ältere kroatische Hündin, immer wieder Probleme mit Harninkontinenz im Schlaf. Gerade in Hunden aus dem Auslandstierschutz steckt ja oft eine von Gewalt und Angst belastete Vergangenheit. Eine Aufstellung von unsere-naturheilpraxis.de brachte bei Cora diese ans Licht und führte zur Lösung des Traumas. Inkontinenz war als Symptom nicht mehr notwendig und verschwand in den folgenden Wochen komplett.

Bachblüten und Bushblüten

Diese Heilmittel können auch auf körperlicher Ebene eine starke Wirkung haben. Näheres zu diesem Thema bei „Die Pferdeseele“.

  1. Humintech: Was sind Huminsäuren? Definition, Entstehung und Vorteile. Abgerufen am: 4. Januar 2019.
  2. NaturalSwiss; MacPherson, E.: Huminsäure. Das vielseitigste Entgiftungsmittel der Natur. Abgerufen am: 4. Januar 2019.
  3. Krüger, M. et al.: Huminsäuren beeinflussen die antibakterielle Wirkung des Totalherbizids Glyphosat auf die Fäkalflora und die Ausscheidung über den Urin. OM & Ernährung (2015) Nr. 153.

Training

Clickertraining

Egal nach welchen Methoden man mit einem Pferd arbeitet, ganz wichtig ist der Spaßfaktor. Wie würdest du einem 6-jährigen Kind lesen beibringen? Spielerisch, bitterernst oder gar verbissen? Wenn dein Pferd vor Freude über eine gelungene Aufgabe leise wiehert machst du es bestimmt richtig! Vor drei Jahren haben wir erkannt, wie sehr das Clickertraining die Kommunikation zwischen Pferd und Mensch verbessert. Man muss nicht clickern für ein erfolgreiches Training, es geht nur eben so viel schneller, dem Pferd etwas neues zu vermitteln. Und zwar, weil der Click im richtigen Moment genau sagt, was wir möchten. Mit der Stimme können wir nicht so schnell sein, da es sich oft gerade mal um eine halbe Sekunde handelt. Außerdem wird der extrem kurze Click in einem anderen Hirnteil verarbeitet als gewöhnliche Reize.[Quelle] Das ist auch die Erklärung dafür, warum Clickern bei traumatisierten Pferden so schnell hilft. Die schon geschaffenen negativen Reflexbahnen werden umgangen und ein neues Verhalten kann sich aufbauen. (Auch wenn das jetzt wissenschaftlich vielleicht nicht ganz korrekt ausgedrückt ist.) Karen Pryors toll geschriebenes Buch „Die Seele der Tiere erkennen“ handelt von der Geschichte des Clickertrainings und macht mit vielen Geschichten aus Karens Leben mit Tieren Lust darauf, es selber auszuprobieren.

Gleichgewicht

Pferde sind nicht geschaffen worden, um einen Menschen zu tragen. Für diese Aufgabe müssen sie sinnvoll trainiert werden, um dabei ein Leben lang gesund zu bleiben. D. h. sie müssen erstmal lernen, ihr Gleichgewicht unter dem Reiter zu finden. Es ist traurig, wie viele Reitpferde das eigentlich nie richtig gelernt haben und die folglich entsprechende Probleme bis hin zu unerklärlichen Lahmheiten haben und auch dem Menschen Schwierigkeiten verursachen.

Abhilfe gibt es heutzutage diverse: Equikinetik, der Longenkurs von Babette Teschen, Straightness Training. So erfordert Equikinetik nur 12 Minuten pro Arbeitseinheit und wird im Schritt und evtl. Trab 2 bis 3 Mal pro Woche durchgeführt. Macht man das konsequent über mindestens zwei Monate, wird man dafür z. B. mit einem stark verbesserten Galopp im Gelände (ruhig, versammelt, im Gleichgewicht) und überhaupt einer ganz anderen Rittigkeit belohnt. Probiere es einfach mal aus!

Mit einem durch diese Art gut bemuskelten Pferd im Gleichgewicht ist es dann vermutlich egal, welche Reitweise man favorisiert. Das Pferd wird seiner Aufgabe besser gewachsen sein. 

  1. Pryor K.: Die Seele der Tier erkennen. 1. Auflage. Stuttgart: Kosmos, 2010.

Die Pferdeseele

Besitzt man die geistige Offenheit, sich mit dem Thema zu befassen, stellt man fest, dass Pferde natürlich wie wir Menschen eine Seele haben. Eine Seele, welche auf sehr intelligente Art kommuniziert, man muss nur lernen, sie zu verstehen.

„Sag du es ihm, sagte die Seele zum Körper. Auf mich hört er nicht!“

Dieser bekannte weise Spruch sagt viel aus. Körperliche Probleme sind ganz oft ursprünglich seelische Probleme, die sich auf körperlicher Ebene zeigen. Hilft man der Seele, wird das körperliche Symptom nicht mehr notwendig und verschwindet von selbst. Auch das ist Heilung!

Möglichkeiten, mit einer Pferdeseele zu kommunizieren sind Tieraufstellungen z.B. bei unsere-naturheilpraxis.de. Man kann sich auch einfach mit Tieren im Geist unterhalten, die sogenannte Tierkommunikation. Aber nicht jeder fühlt sich dazu befähigt und es ist auch nicht einfach zu erkennen, wer sich selbst nur für den großen Tierkommunikator hält und wer wirklich einen Kontakt zu einem Tier herstellen kann. Einfacher finden wir es, nach der Idee von Angelika Hutmacher selbst mal eine Aufstellung zu probieren und einfach mal am Platz des Tieres zu spüren, was da für Emotionen und Gedanken hochkommen. Sie hat dazu ein faszinierendes Buch geschrieben: "Ich will dich verstehen: Familienaufstellung für Pferde".[Quelle]

Bach- und Bushblüten können eine große Hilfe für Tiere sein. Vor allem das Thema Angst ist bei Hunden wie Pferden sehr bedeutsam. Beide Tierarten erleben häufig Gewalt und mangelnde Würdigung, Achtung und Liebe von Seiten der Menschen. Bei Hunden sind es vor allem die aus dem Tierschutz, bei Pferden betrifft es allgemein sehr viele. Bei Hochleistungspferden fragt eben niemand, wie es dem Pferd gerade geht, ob es sich der Aufgabe gewachsen fühlt, ob es mit der engen Box und dem Stress auf einem Rennen oder Turnier klarkommt. Übernimmt man so ein Pferd, erlebt man dann, dass es beim Fressen droht, bei der Hufbearbeitung nervös herumzappelt, beim Reiten verspannt und schreckhaft ist. Kein Wunder, es kann die Vergangenheit nicht so einfach abschütteln, nur weil es ihm jetzt besser geht.

Hier gibt es eine ganze Reihe von Blütenessenzen, die eine Wohltat für solche misshandelten Seelen sind und die relativ schnell (meist ca. 2 bis 4 Wochen bis zu den ersten Verbesserungen) zu einer Entspannung führen. Vorausgesetzt, man arbeitet auch dementsprechend verständnisvoll mit dem Tier. Ein wunderschönes Buch über die Anwendung von Bushblüten bei Menschen hat Ian White geschrieben.[Quelle] Es macht nichts, dass es für Menschen ist, man wird sein Pferd darin erkennen.

Über die Anwendung von Bachblüten bei Hunden und Pferden hat die Bachblüten Expertin Mechthild Schaeffer sehr hilfreiche Bücher geschrieben.[Quelle]

  1. Hutmacher A.: Ich will dich verstehen. Familienaufstellung für Pferde. München: Cadmos Verlag GmbH, 2013.
  2. White I. et al.: Australische Bush-Blüten-Essenzen. Teisendorf: Laredo Verlag, 1994.
  3. Scheffer M.: Tiere heilen mit Bachblüten. Praxisbuch: Die Original Bachblütentherapie. 1. Auflage. Hamburg, Aurinia Verlag, 2017.

Natürliche Hufpflege

Natürliche Hufpflege orientiert sich am individuellen Huf und nicht an einem vorgegebenem Schema. Das bedeutet, die Hufpflege unterstützt die Selbstheilungskräfte des Körpers in ihren Bestrebungen, einen Optimalzustand herzustellen. Die Kunst ist es, diesen Prozess zu erkennen und eben zu unterstützen anstatt ihn zu stören. Eine sanfte, ganzheitliche Hufpflege, die den körperlichen Zustand, Ernährung und Haltung miteinbezieht und versucht, die Ursachen für Hufprobleme zu beseitigen. Ziel ist ein Pferd, das sich auf seinen Hufen wohlfühlt und einen gesunden, natürlichen Bewegungsablauf hat, indem es für eine optimale Stoßdämpfung mit dem hinterer Teil des Hufs (Trachten) zuerst auffusst. Wenn du einen Hufpfleger für natürliche Hufpflege, „Natural Hoofcare“, suchst, findest du ihn hier. Ausführliche Informationen über die Methode Natural Hoofcare findet man in Pete Rameys Buch „Care and Rehabilitation of the Equine Foot“, allerdings nur auf englisch.[Quelle]

  1. Ramey P. et al.: Care and rehabilitation of the Equine Foot. 1. Auflage. Hoof Rehabilitation Publishing, 2007

Hufschuhe

Jedes Pferd kann barhuf leben, nicht immer kann es aber so auch geritten oder gefahren werden. Wir sehen Hufschuhe als den Hufschutz der Zukunft und auch der Gegenwart. Sie können für die Arbeit an und danach wieder ausgezogen werden, verbessern oft sogar die Stoßdämpfung und allgemein den Laufkomfort z. B. während der Umstellung auf das Barhuflaufen. Mittlerweile gibt es die verschiedensten Modelle, vom Krankenschuh für den Stall bis zum Hochleistungsschuh für das Distanzreiten.