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Alternative Behandlungsmöglichkeiten von Lahmheiten

Einleitung

Nicht jede Lahmheit lässt sich heilen – egal mit welchen Mitteln. Dieser Tatsache sind wir uns bewusst! Trotzdem wird aber oft zu schnell die Hoffnung aufgegeben und manch niederschmetterndes Urteil eines Tierarztes verleitet dazu, alternative Methoden nicht einmal auszuprobieren.

Unser Norweger Moritz vom Urbanhof wurde 35 Jahre alt. Als er 15 Jahre alt war, meinte ein Tierarzt, dass er mit einer solchen Arthrose wirklich nicht mehr geritten werden sollte. Dabei hatte er nicht mal gelahmt. Aber er hatte sogenannte Rehbeine, also massive Veränderungen im Bereich der Sprunggelenke. Diese brachten den Tierarzt zu seiner Aussage. Moritz wurde noch 30-jährig geritten – mit Freude und ohne zu lahmen.
Dusty, ein 24-jähriger lahmender Shagya-Araber bei uns aus dem Dorf bekam 4 Jahre vor der alternativen Behandlung die Diagnose „Arthrose im Karpalgelenk, unheilbar“. Daraufhin ritten die Besitzer Dusty zuliebe nur noch Schritt und nahmen ihn auf ihren langen Ritten als Handpferd mit. Wir haben großen Respekt vor solchen Menschen! Nur war die Arthrose bei Dusty gar nicht das Problem. Mit Akupunktmassage nach Penzel, einer energetischer Behandlung, ließen sich die zahlreichen Wirbelsäulenblockaden und wirklichen Ursachen der Lahmheit relativ einfach lösen. So konnte er wieder in allen Gangarten lahmfrei laufen und sogar geritten werden, was ihm große Freude machte. Auf dem Röntgenbild war die Arthrose eindeutig zu sehen, sie war eben nur nicht der Grund seiner Lahmheit.

Diese zwei Beispiele sollen zeigen, dass sichtbare Veränderungen im Röntgenbild nicht immer der Grund für vorhandene Bewegungsstörungen sein müssen und Diagnosen grundsätzlich hinterfragt werden können. Es lohnt sich also, erst mal andere Ursachen so weit es geht auszuschalten und dann zu schauen, was und welche Symptome danach noch übrig bleiben.

Mögliche Ursachen von Lahmheiten, nach denen ein Tierarzt nicht immer schaut

Die Hufe

Zu lange, drückende Eckstreben, Strahlfäule, eine Zehenfussung, zu dünne Sohle, weg hebelnde Hufwände etc. sind realistische Ursachen für Lahmheiten, die aber selten diagnostiziert werden. Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Pferd in dieser Hinsicht Probleme hat, bitte einen NHC-Hufpfleger sich die Hufe anzuschauen. Ein anderes Thema ist natürlich die leichter zu erkennende sehr schmerzhafte Hufrehe, welche sich aber oft mit einem NHC-Hufpfleger als gar nicht so problematisch in der Heilung erweist. Bei zu dünnen Sohlen, Hornschäden, schlechter Hornqualität und zu wenig Hornwachstum löst die Nahrungsergänzung Huf-Fell-Perfekt meist die Probleme, eventuell noch mit Unterstützung von Weidenrinde kombiniert mit Mädesüß und ausreichend Bewegung vorausgesetzt.

Muskelverspannungen

Die häufigsten Ursachen für Lahmheiten sind in den Hufen und Muskeln zu finden. Muskeln sind stark durchblutetes und nervenreiches Gewebe — entsprechend schmerzhaft können sie sein. Auf dem Urbanhof machen wir immer wieder die Erfahrung, dass eine konkrete, sinnvolle Massage manche Lahmheit beheben kann. Eine empfehlenswerte Lektüre ist z.B. das Buch Stresspunktmassage nach Jack Meagher von Claus Teslau.[Quelle] Auch wenn man sich noch nie mit dem Thema beschäftigt hat, kann man sich mit diesem Buch leicht selbst einarbeiten und wird vielleicht sogar beim ersten Versuch schon einen Erfolg erzielen können. Alternativ kann man natürlich auch eine/n Physiotherapeutin/-en rufen.

Gelenkblockaden

Jedes Gelenk kann blockieren und dadurch Schmerzen in der Bewegung verursachen. Je instabiler, untrainierter, schlechter bemuskelt ein Pferd ist, desto leichter entstehen Blockaden. Fährt man die Wirbelsäule eines Pferdes mit den Fingern entlang, lassen sich oft verschobene Dornfortsätze erfühlen (erfordert Übung). Diese Blockaden lassen sich mit energetischen oder manuellen Behandlungen lösen. Mögliche Behandlungsmethoden wären z.B. Akupunktmassage nach Penzel, Dorntherapie oder Osteopathie. Erfahrene Therapeuten können solche Blockaden häufig in wenigen Minuten lösen und so ein Pferd lahmfrei machen.

Achtung: auch psychische Probleme, wie z.B. Stress beim Reiten, können Blockaden verursachen!

Lahmheiten mit Ursache in Sehnen und Bändern

Diese Arten von Lahmheiten sind meist leicht zu erkennen. Oft weiß man sogar, welche Situation der Auslöser war und kann Schwellungen, Hitze und/ oder Veränderungen an den Sehnen spüren. Auch ein überlastetes oder anders geschädigtes Unterstützungsband ist oft Grund für eine Lahmheit.

Grundvoraussetzungen für eine Heilung von Sehnen- und Bänderschäden

Absolute Schonung! Das Pferd sollte nicht in einer lebhaften Herde herumtoben oder gar getrieben werden, sondern vielleicht mit einem ruhigen Kumpel separiert werden. Das heißt nicht, dass es in eine Box gesperrt werden soll, sondern dass im Idealfall ein kleiner Teil des Offenstalls mit Unterstand vom Rest abgetrennt wird. Wenn es auf die Weide soll, dann auch nur auf ein abgetrenntes Ministück. Anfangs kann man es auch vorsichtshalber am Strick grasen lassen.

„Krankengymnastik“

Wie auch beim Menschen muss man beim Pferd nach Verletzungen gezielt das verletzte Gewebe wieder zu seiner ursprünglichen Funktionsfähigkeit zurückführen.
Vorsichtig nach der Uhr antrainieren, d.h. man führt anfangs je nach Grad der Lahmheit eventuell nur 2 Minuten und zwar auf ebenem, nicht zu weichem Boden, welcher auch eine Teerstraße sein kann. Bei uns hat es sich bewährt, die Zeit jeden zweiten Tag zu steigern. Wenn man mit 2 Minuten anfängt um 2 Minuten, wenn man mit 5 anfängt um 3 Minuten als Richtwerte. Aber das ist eine individuelle Sache und ein guter Tierarzt wird Rat wissen. Möglichst geradeaus führen und enge Wendungen sowie bergab laufen vermeiden.

Nahrungsergänzungen und Heilmittel

Lecithin plus Kieselerde

Lecithin plus Kieselerde würden wir bei jedem Gewebeschaden im Sehnen- und Bänderbereich geben. Auch bei konstitutionell bedingt eher zu weichem Gewebe, wie z.B. bei Durchtrittigkeit. Gerade bei letzterem mit den Schüsslersalzen Nr. 1, 2 und 11 langfristig zu kombinieren macht Sinn. Dabei ist eine mindestens mehrmonatige Gabe nötig. Sehnen, Bänder und Knorpel können zwei Jahre brauchen bis ein Schaden komplett regeneriert ist.

Weidenrinde/ Mädesüß

Die beiden Naturheilmittel Weidenrinde und Mädesüß wirken am besten gemeinsam verabreicht.
Die Wirkung der Weidenrinde (Salix cortex) bei Fieber, Entzündungen und Schmerzen ist erwiesen. Das in ihr enthaltene Salicin wird im Körper zu Salicylsäure umgebaut. Salicylsäure hemmt die Entstehung derjenigen Prostaglandine (es gibt verschiedene), welche Entzündungen fördern. Weidenrinde gilt als gut verträglich. Die von Acetylsalicylsäure bekannten Nebenwirkungen treten normalerweise nicht auf.
Auch Mädesüß (Filipendula ulmaria) gehört zu den wenigen Pflanzen mit schmerzlindernder Wirkung und enthält Substanzen, aus denen im Körper Salicylsäure entsteht. Ihr wird außerdem eine Nieren anregende und somit entwässernde sowie eine Leber unterstützende Wirkung nachgesagt.
Weidenrinde und Mädesüß enthalten natürliche Salicylate, die die Fließfähigkeit des Blutes verbessern. Dadurch wird der Transport von Sauerstoff und Nährstoffen ins Gewebe, sowie der Abtransport von Kohlendioxid, Stoffwechselschlacken und abgelagerten Giftstoffen, z.B. während einer Ausleitung, verbessert. Man gibt diese Kräuterkombination eine Woche lang täglich (1 bis 3 gehäufte Eßlöffel je nach Pferdegröße) und dann nach 3 Tagen Pause wieder 3 Tage, dann wieder 3 Tage Pause usw. über maximal 4 Wochen.

Methylsulfonylmethan (MSM)

MSM und Organischer Schwefel sind austauschbare Begriffe für eine Verbindung aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel (Sulfur). Es bildet weiße, geruchslose und leicht bitter schmeckende feine Kristalle und wird in Pulverform angeboten. Früher galt die Meinung, dass Pferde immer ausreichend Schwefel durch ihre Ernährung bekommen, heute sieht man das Thema sehr viel differenzierter.

Was also könnten Gründe für einen Schwefelmangel sein?
Die große Menge Schwefel, welche in frischem Gras enthalten ist, verringert sich stark bei der Heugewinnung. Im Laufe der Fermentationsprozesse erhöht sich die Temperatur im Heuballen. Ist die Fermentation abgeschlossen, sinkt sie wieder auf die Umgebungstemperatur. Durch diese Erhitzungsphase und grundsätzlich den Trocknungsprozess geht viel Schwefel verloren. Wie viel Schwefel insgesamt durch Erhitzung, Trocknung und Lagerung verloren geht, ist nicht genau bekannt. Allerdings kann etwa bei der Erhitzung von Milch auf nur 75 °C ein Verlust von 90% des ursprünglich vorhandenen Schwefels beobachtet werden.
Ein weiterer Grund können die in der Landwirtschaft verwendeten Herbizide sein. Beispielsweise ist Glyphosat neben seiner Unkraut vernichtenden Wirkung auch ein starker, sogenannter Chelator, der Mineralstoffe und Spurenelemente bindet und so für den Körper unbrauchbar macht.[Quelle] Folglich erhöht sich bei Fütterung eines damit behandelten Futters der Bedarf dieser Spurenelemente drastisch.
Selbst wenn das eigene Futter oder die eigene Weide nicht mit Herbiziden, bzw. allgemein mit Pestiziden behandelt wird, nehmen die Pferde diese Stoffe dennoch über die Luft auf. Unterschiedliche, simultan auftretende Schadstoffquellen können dabei zu einem Cocktaileffekt und einer dauerhaften Belastung der Atemwege führen, auch wenn die zulässige Obergrenze einzelner Stoffe nicht überschritten wird.[Quelle]

Wie viel Schwefel braucht ein Pferd?
Für ein ca. 600 kg schweres Pferd geht man von einem täglichen Bedarf von 2,4 g Schwefel aus. Der letztgenannte Grund für einen Schwefelmangel wird jedoch nicht in diese Berechnung mit einbezogen.

Wofür brauchen Säugetiere Schwefel?
Schwefel ist eine lebenswichtige Grundlage z.B. für den Aufbau und die Reparatur von Zellen und Gewebe, einem optimalen Immunsystem und die Herstellung von Hormonen und Enzymen. Schwefel ist auch ein Baustein der Aminosäuren Cystein und Methionin, also wichtigen Bestandteilen von Haut, Haaren und Horn. Ebenso für die Bereitstellung von Glutathion ist Schwefel notwendig. Glutathion ist ein wichtiges Antioxidans und eine Speicherform von Schwefel, welche vom Körper getnutzt wird, wenn ein Überschuss an Schwefel vorliegt.[Quelle]

Was passiert im Körper bei Schwefelmangel?
Schwefelmangel ergibt eine Anfälligkeit für Infektionen, allgemein stärkeres Schmerzempfinden, Müdigkeit, Energiemangel, Konzentrationsschwäche, Hauterkrankungen (z.B. Mauke, Sommerekzem), Ausschläge und Allergien. Hornschäden und zu geringes Hornwachstum, brüchiges Mähnenhaar, chronischer Husten und vieles mehr.

Kann MSM schädlich sein?
Laut der Studie Toxicity of methylsulfonylmethane in rats von Horváth, K. et al. ist organischer Schwefel selbst bei starker Überschreitung der empfohlenen Menge absolut unschädlich.[Quelle]

Warum MSM und nicht Schwefelblüte?
In Form von MSM kann Schwefel vom Körper sehr gut aufgenommen werden — als Schwefelblüte nicht. Schwefelblüte mit Olivenöl gemischt ist allerdings äußerlich angewendet ein altes Mittel gegen Milben und soll auch bei Mauke helfen. Innerlich angewendet soll sie Darm reinigend wirken. Wir haben jedoch weder mit der äußerlichen noch der innerlichen Anwendung persönliche Erfahrungen.

Grünlippige Muschel Neuseelands

Für die Grünlippigen Muschel Neuseelands (Perna canaliculus) lässt sich eine Wirklung als Entzündungshemmer und Schmerzmittel nachweisen.[Quelle] Dabei scheinen die in der Muschel enthaltenen Wirkstoffe ähnlich der nichtsteroidalen Antiphlogistika (wie z.B. Ibuprofen, Diclofenac) zu wirken, aber ohne deren häufige und teilweise gefährliche Nebenwirkungen.[Quelle] Die entzündungshemmende Wirkung der grünlippigen Muschel beschränkt sich nicht nur auf das Bewegungssystem, sondern hat auch auf entzündliche Prozesse der Atemwege eine positive Wirkung.[Quelle] Das legt nahe, sie auch bei Atemwegsproblemen von Pferden wie z.B. Heustauballergie einzusetzen, am besten zusammen mit MSM. Auch bei Lahmheiten ist die Kombination der Grünlippigen Muschel mit MSM grundsätzlich zu empfehlen.
Beide Nahrungsergänzungen haben eine gewisse „Anlaufzeit“ bis die volle Wirkung eintritt. Wir würden diese nach ca. 6 bis 8 Wochen erwarten, dann aber keinesfalls mit der Fütterung aufhören. Sind nach 6 Monaten alle Symptome verschwunden, würden wir die Dosis eventuell langsam herunterfahren. Allerdings schadet es auch höchstens dem Geldbeutel, wenn man beides weiter gibt! Ansonsten: weiter geben, falls es zumindest eine deutliche Verbesserung gab.

Schüsslersalze

Morgens und abends (wenn möglich auf mehrere Portionen verteilen) ca. ½ Eßlöffel jeweils der Schüsslersalze Nr. 3, 4 und 7 in der ersten Woche, in der zweiten dann Nr. 1, 8 und 11. Diese beiden Wochenpläne immer abwechseln. Die Nr. 3, Ferrum phosphoricum, ist das Mittel der akuten Entzündung und wirkt, vor allem zumsammen mit Nr. 7, Magnesium phosphoricum, Schmerz lindernd in der akuten Phase. Nach ca. einem Monat Behandlungsdauer kann Nr. 3 z.B. durch Nr. 2, Calcium phosphoricum ersetzt werden. Calcium phosphoricum wirkt langfristig stabilisierend auf die Knochen und Bänder. Schüsslersalze gibt es günstig in 4000er Packungen z.B. bei der OMP-Apotheke. Man kann sie in Wasser auflösen, in das Futter mischen oder gleich aus der Hand füttern. Die Anwendung kann und muss manchmal über mehrere Monate fortgeführt werden.

Feuchte Wickel

Schon Oberst Spohr empfiehlt in seinem Buch Bein- und Hufleiden der Pferde die Anwendung feuchter Wickel aus Leinenstoff mit einer Wollbandage darauf zur Behandlung von beispielsweise Sehnenentzündungen.[Quelle] Der Leinenstoff wird mit Wasser von einer bestimmten Temperatur getränkt. Nicht zu warm, aber auch nicht zu kalt ist sehr wichtig. Nach einer vorgegebenen Zeit wird der Wickel abgenommen und eventuell durch einen neuen ersetzt.

Aufgrund eines schweren Bänder-/ Sehnen-/ Gelenkschadens von unserer Stute Fee waren wir auf der Suche nach entsprechendem Bandagiermaterial für die Technik des feuchten Wickels. Leider fanden sich auf dem Markt keinerlei klassische Bandagen guter Qualität, weder aus Leinen, noch aus Wolle. Das heute übliche Material aus künstlichen Stoffen gleich welcher Art ist vollkommen ungeeignet, da es einen Hitzestau unter der Bandage produziert, welcher natürlich absolut kontraproduktiv ist. Fündig wurden wir dann doch noch bei Carsten Buckenthal’s schnellen Wickeln. Diese sind aus Wolle mit einem stabilisierenden Dralonanteil. Eigentlich lag die Lösung schon die ganze Zeit vor unseren Augen, hatte doch unsere Einstellerin und Freundin Ute schon länger genau diese Bandagen zum Schutz vor Sturzverletzungen aufgrund der Narkolepsie ihrer Vollblutstute Lady. Da Carsten aber auch die gleichen Wickel in Baumwolle produziert entschieden wir uns dann, es erst mal mit diesen zu probieren.

Wichtig ist vor allem, dass der Wickel auch längere Zeit wirklich feucht bleibt und nicht austrocknet. Für ca. 5 Stunden je nach Umgebungstemperatur und Hitzentwicklung im Pferdebein (aufgrund einer Entzündung) erfüllt der einlagige Baumwollwickel auch gut seinen Zweck. Bei Temperaturen über 30 °C wird es aber schwierig und wir wollten eigentlich auch über 12 Stunden kühlen. Deshalb haben wir Carsten gebeten, für uns einen dreilagigen Baumwollwickel anzufertigen. Er nimmt natürlich die dreifache Menge an Flüssigkeit auf und bleibt dementsprechend länger feucht, was sich hervorragend bewährt hat. Tränkt man die Wickel mit einer Flüssigkeit, liegt es natürlich nahe, dieser auch heilende Substanzen beizumischen.

Mögliche Flüssigkeiten zum Tränken der Wickel

Am gebräuchlichsten ist der gute alte Retterspitz, ein pflanzlicher Auszug, der in jeder Apotheke erhältlich sein müsste. Zusätzlich kann man Tinkturen, z.B. Schwedenkräutertinktur anwenden, welche mit Wasser verdünnt werden. Schwedenkräuter bekommt man in Apotheken und Kräuterläden auch als trockene Kräutermischung, die man in hochprozentigem Alkohol ansetzt und einige Wochen stehen lässt.
Ein anderes Heilkraut ist Beinwell (Symphytum), das man genauso wie die Schwedenkräuter behandelt. Man kann davon die Wurzel und die Blätter benutzen. Während man die Wurzel getrocknet kaufen kann, lassen sich die Blätter leicht selber sammeln. Beinwell macht vor allem Sinn bei Bänder- und Knochenschäden. Der Name spricht für sich!
Genauso lassen sich die Blätter des Gingko (Ginkgo biloba) in Alkohol ansetzen. Es ist zwar ungewöhnlich, aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass der Zusatz von Gingko die Heilung beschleunigt. Vielleicht, weil die Durchblutung verbessert wird, was bei Bänder- und Sehnengewebe ja von Vorteil für eine Heilung wäre? Wir wissen es nicht. Allerdings würden wir Gingko nur in der chronischen „kalten“ und keinesfalls in der akuten „heißen“ Phase einsetzen. In diesem Zusammenhang würden wir uns über einen Erfahrungsaustausch zu Gingko sehr freuen!

Literaturverzeichnis

  1. Teslau, Claus: Stresspunktmassage nach Jack Meagher. 3. Auflage. Stuttgart: Müller Rüschlikon, 2014.
  2. Mertens M. et al.: Glyphosate, a chelating agent — relevant for ecological risk assessment?. Environmental Science and Pollution Research, Bd. 25 (2018) Nr. 6, S. 5298 – 5317. DOI: 10.1007/s11356-017-1080-1
  3. Bär, Karl: Vom Winde verweht: Pestizide in der Luft im Vinschgau. URL: http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2019/pestizide/vom-winde-verweht-luftmessungen-im-vinschgau.html. Abgerufen am: 2. März 2020.
  4. E Nimni, M.; Han, B.; Cordoba, F.: Are we getting enough sulfur in our diet?. Nutr Metab (Lond) . Bd. 4 (2007) Nr. 24. DOI: 10.1186/1743-7075-4-24.
  5. Horváth, K. et al.: Toxicity of methylsulfonylmethane in rats. Food and Chemical Toxicology, Bd. 40 (2002) Nr. 10, S. 1459 - 1462. DOI: 10.1016/S0278-6915(02)00086-8.
  6. Hielm-Björkman, Anna et al.: Evaluating Complementary Therapies for Canine Osteoarthritis Part I: Green-lipped Mussel (Perna canaliculus). Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, Bd. 6 (2007) Nr. 6, S. 365 - 373. DOI: 10.1093/ecam/nem136.
  7. Sondergaard, K. B. et al.: Non-steroidal anti-inflammatory drug use is associated with increased risk of out-of-hospital cardiac arrest: a nationwide case–time–control study. European Heart Journal - Cardiovascular Pharmacotherapy, Bd. 3 (2017) Nr. 2, S. 100 - 107. DOI: 10.1093/ehjcvp/pvw041.
  8. Halpern, G. M.:Anti-inflammatory effects of a stabilized lipid extract of Perna canaliculus (Lyprinol). Allergie et immunologie, Bd. 32 (2000) Nr. 7, S. 272. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11094640. Abgerufen am: 2. März 2020.
  9. Spohr, Peter: Bein- und Hufleiden der Pferde. 9. Auflage. Stuttgart, 1922.