Dein Warenkorb ist leer.

Was ist artgerechte, natürliche Ernährung von Pferden?

Was ist artgerechte, natürliche Ernährung von Pferden?

In unserer Zeit legt man wenig Wert darauf sich auf Altbewährtes zu besinnen. Je exotischer, unbekannter, fremder, desto besser. Ein gutes Marketing, großartige Fotos und eine blumige Sprache mit eher wenig konkretem Inhalt, die aber die Emotionen der Menschen anspricht, sind oft ein gutes Rezept für Erfolg. Hilfreich ist auch der eine oder andere Doktortitel, auch wenn er z. B. in einem für die Ernährung vollkommen irrelevantem Feld erworben wurde.
Manche modernen Gurus der Pferdeernährung haben zwar viele sinnvolle Empfehlungen, vergessen aber leider vollkommen, dass der durchschnittliche Pferdebesitzer diese gar nicht umsetzen kann. So ist es realitätsfern, von einem guten, Zucker armen, aber Spurenelemente-reichen Heu auszugehen, welches man wirklich ad libitum ausnahmslos jedem Pferd gefahrlos füttern kann. Wer hat das schon? Die meisten Einsteller haben ja nicht einmal Analysenwerte des Heus.
Auch der ganzjährige Weidegang ist häufig nicht realisierbar. Unser Urbanhof liegt in der wunderschönen Fränkischen Schweiz. Wenn die großen Herbstregen kommen wird der Lehmboden extrem rutschig. Unsere etwas verwöhnten Offenstallpferde wollen dann nicht mehr auf die Weide - haben auch keine Lust auf Dauerregen. Abgesehen davon würden die Trittschäden auf dem nassen Boden der Weide schaden. Somit ist ein sorgfältiges Anweiden wichtig, damit sich der Organismus des Pferdes wieder auf frisches Gras umstellen kann. Traurigerweise resultiert eben das Fehlen dieser Maßnahme immer wieder in Hufrehe, welche sich zwar mit Ernährungsmaßnahmen und entsprechender Hufpflege heilen lässt, aber für das Pferd unglaublich schmerzhaft ist und so einfach zu vermeiden wäre. Ist das Anweiden also sinnvoll oder überflüssig?
Die Folge von keinem Weidegang im Winter - da wächst ja auch nichts mehr in unserer Region - sind dann Mängel an Vitamin A und E, denn nach spätestens zwei Monaten sind die Speicher im Körper leer. Ist es also natürlicher, die Mängel mit ihren Symptomen zu belassen oder sie zu beseitigen? Vitamin A ist kein Problem, Karotten oder Luzernecobs liefern genug Carotin, aus welchem der Körper dann Vitamin A herstellt. Aber Vitamin E? Nennenswerte Mengen sind in Weizenkeimöl, wenn man genug davon füttert. Doch wieviel Geld will man dafür ausgeben und will man überhaupt soviel Öl füttern? Oder doch besser ein Supplement?
Und wie ist es mit Kupfer- und Zinkmängeln, welche fast immer im Heu vorhanden sind? Wenn man sie ergänzt, profitieren Pferde fast immer davon. Das lässt den Schluss zu, dass vorher eben nicht genug da waren. Ist es also unnatürlich, sie zu ergänzen? Da käme bezüglich des Kupfers v. a. die getrocknete Hagebutte als natürliche Nahrungsergänzung in Frage. Will man die aber mit fast 50% Zuckergehalt wirklich in großen Mengen füttern, oder doch lieber etwas unschädlichen Kupferergänzer?
Vergessen wird auch die immer noch steigende Umweltbelastung, welche nicht nur uns, sondern auch unsere Pferde massiv belastet. Schaut doch mal auf www.urinale.org, da geht es zwar um uns Menschen, bei den Pferden ist es aber nicht viel besser. Allein die chronische Darmbelastung mit Glyphosat lässt den Mineral- und Spurenelementbedarf massiv ansteigen. Das bekommt man mit natürlichen Nahrungsmitteln kaum noch hin.

Wenn dein Pferd

  • gute Laune hat
  • top aussieht, super Hufe hat
  • Lust auf Leistung hat
  • weder Magengeschwüre, häufige Koliken noch Heißhunger hat

dann machst du speziell für dieses Pferd alles richtig, herzlichen Glückwunsch und ich freue mich für dein Pferd! Wenn dem nicht so ist, lies doch mal unseren Leitfaden. Möglicherweise findest du darin noch Anregungen, was du im Leben deines Pferdes verbessern könntest, nicht nur bezüglich der Ernährung.

Schreib einen Kommentar